Erzbischof Schick: Kirche ohne Priester nur soziale Einrichtung

Erzbischof Ludwig Schick
Foto: Rudolf Gehrig / CNA Deutsch

Ohne Priester sei die Kirche nur reine soziale oder karitative Einrichtung, erklärte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick am Freitag bei einer Messfeier in Vierzehnheiligen mit Jubilaren aus verschiedenen Weihejahrgängen. Zuvor hatte der Augsburger Bischof Bertram Meier Anfang Juli das sakramentale Priestertum gegen Angriffe auch beim "Synodalen Weg" verteidigt.

"Kirche Jesu Christi ist ohne den transzendenten Gott, ohne Jesus Christus und sein Evangelium, das nicht von dieser Welt ist, nicht denkbar", betonte Schick am Freitag. "Der priesterliche Dienst, der durch die Weihe übertragen wird, soll den göttlichen Ursprung der Kirche und ihr Ziel, das Himmelreich, deutlich machen".

Die mit der Priesterweihe verbundene Leitungsvollmacht sei geistlicher Natur, daher könne es durchaus auch andere Führungsrollen innerhalb der Kirche als Sozialgebilde geben.

"Wir müssen unsere hohe und verantwortungsvolle Weihe und Sendung in Demut und Heiligkeit wahrnehmen", rief der Bamberger Erzbischof die Priester auf. "Sonst richten wir mehr Schaden als Nutzen an."

Beim "Synodalen Weg" stimmten die Teilnehmer im Herbst 2021 darüber ab, ob man über die Notwendigkeit des sakramentalen Priestertums diskutieren solle. Letztlich stimmte eine knappe Mehrheit von 95 Personen mit "Ja", während sich 94 Teilnehmer dagegen aussprachen.

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