"Grüne": Ärzte sollen nur angestellt werden, wenn sie bereit sind, Abtreibungen zu verüben

Parteilogo der Grünen
Foto: Wikimedia (CC0)

Sollen in Deutschland Ärzte nur noch angestellt werden, wenn sie bereit sind, Kinder abzutreiben – selbst wenn sie das mit ihrem Gewissen und religiösen Überzeugungen nicht vereinbaren können? 

Das fordert die Bundestagsabgeordnete Kirsten Kappert-Gonther, Sprecherin der Grünen für "Gesundheitsförderung".

Die Politikerin begründete diese Forderung mit "fehlenden" Möglichkeiten, Kinder abzutreiben. "Wenn Uni-Kliniken bevorzugt Ärztinnen und Ärzte einstellen, die in der Lage sind, Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen, kann das ein Beitrag für eine bessere Versorgungslage sein", sagte sie der "Welt" wörtlich.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge wurden im ersten Quartal 2020 rund 26.500 Abtreibungen in Deutschland gemeldet, berichtet die "ARD".

Dem "Welt"-Bericht zufolge, der sich ebenfalls auf Zahlen der Behörde beruft, ist die Zahl der Arztpraxen und Kliniken, die Abtreibungen an Schwangeren vornehmen, zwischen 2003 und 2018 um rund 40 Prozent auf etwa 1200 Stellen gesunken.

Wie CNA Deutsch berichtete, hatte zuvor bereits die baden-württembergischen Staatssekretärin im Landessozialministerium, Barbara Mielich – ebenfalls Parteimitglied der Grünen – argumentiert, Ärzte sollten gegen ihren Willen gezwungen werden können, eine Abtreibung vorzunehmen.

Bislang keine Reaktion der Bischöfe


Die Lebenschutzorganisation ALfA hat bereits vergangene Woche erklärt: "Ärzte auch nur ansatzweise zu nötigen, an Abtreibungshandlungen in irgendeiner Form mitzuwirken, widerspricht zutiefst dem hippokratischen Eid".

Die deutschen Bischöfe schweigen bislang zu den Forderungen der Grünen – ebenso wie zur der Unterstützung des größten Abtreibungsanbieters der Welt durch die Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes, Maria Flachsbarth (CDU), die auch ZdK-Präsident Thomas Sternberg gegenüber CNA Deutsch explizit unterstützt hat.

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