Ingolstädter Messbund unterstützt ukrainische Priester mit Messstipendien

Gott im Blick: Kardinal Sarah feiert die heilige Messe, nach Osten gerichtet, in der "normalen" Form am zweiten Tag der Londoner Konferenz.
Foto: Lawrence OP via Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Der auf das Jahr 1729 zurückgehende Marianische Messbund Ingolstadt unterstützt gerade in Zeiten des Krieges ukrainische Priester durch die Vergabe von Messstipendien.

Der Eichstätter Domvikar Marc J. Kalisch erklärte als Kurat des Messbundes am Montag im Gespräch mit dem katholischen Sender Radio Horeb: "Wir geben gesammelt vom Ingolstädter Messbund Messstipendien weiter, leiten sie weiter in andere Länder."

Dort sei man "wirklich angewiesen auf solche Gaben der Gläubigen". Die Priester vor Ort "lesen zuverlässig die Messen" in dem jeweiligen Anliegen der Gläubigen, so Kalisch.

Mit der Ukraine sei er schon vor dem im Februar ausgebrochenen Krieg verbunden gewesen, erläuterte der Kurat. Im Jahr 2021 habe man bereits rund 7.500 Messen in das Land weitergeleitet. Mit Kriegsausbruch "sind die Anfragen natürlich in die Höhe gestiegen".

Mit Blick auf die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine verwies er auf die besondere Situation verheirateter Priester, die Kinder haben. "Hier hängt natürlich eine ganze Familie an diesen Gaben dran und nicht nur der Priester als Einzelperson", sagte Kalisch.

Der Ingolstädter Messbund geht auf die Initiative von Franziskanern zurück. Als die Brüder ihre Niederlassung in Ingolstadt aufgeben mussten, ging er 2010 in die Obhut des Bischöflichen Stuhles Eichstätt über. Kalisch ist seit 2019 für den Messbund zuständig.

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