Nach Missbrauchsgutachten: Weihbischof Ansgar Puff vom Erzbistum freigestellt

Weihbischof Ansgar Puff auf der Fronleichnamsprozession 2020 in Köln
Foto: Raimond Spekking / Wikimedia (CC BY-SA 4.0 )

Der Kölner Weihbischof Ansgar Puff ist vorläufig von seinen Diensten freigestellt - dies bestätigte das Erzbistum Köln am Freitagmittag.

Im gestern veröffentlichen Gutachten der Kanzlei Gercke Wollschläger wird neben anderen ein ehemaliger Leiter der Hauptabteilung Seelsorge Personal benannt, der ebenfalls eine Pflichtverletzung begangen hat. Konkret wird im Gutachten ein Verstoß gegen die Aufklärungspflicht in einem Fall benannt. "Dieser Hauptabteilungsleiter ist der jetzige Weihbischof Ansgar Puff", heißt es in der Presseerklärung des Erzbistums.

Puff habe den Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki gebeten, ihn vorläufig bis zur Klärung der Umstände zu beurlauben. Er tut dies, um eine sachgerechte Bewertung der im Gutachten der Kanzlei Gercke Wollschläger benannte Pflichtverletzung zu ermöglichen.

Der Kardinal hat dieser Bitte entsprochen und Weihbischof Puff vorläufig von seinen Aufgaben beurlaubt.

Im Interview mit CNA Deutsch teilte Woelki gestern mit, er werde aus dem Untersuchungsbericht weitere Schritte identifizieren und einleiten. 

Wie CNA Deutsch gestern berichtete, hatten als Reaktion auf das Missbrauchsgutachten bereits der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp und auch der Hamburger Erzbischof Stefan Heße dem Papst ihren Amtsverzicht angeboten.

Die komplette Pressekonferenz mit Kardinal Rainer Maria Woelki:

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