Papst Franziskus nach Absage der Afrika-Reise: "Ich bitte um Entschuldigung"

Papst Franziskus beim Angelusgebet
Foto: Vatican Media / CNA

Papst Franziskus hat bei den Gläubigen aus der Demokratischen Republik Kongo und dem Südsudan um Entschuldigung gebeten, weil er seine geplante Reise in die beiden Staaten vorerst absagen musste.

Wie CNA Deutsch berichtete, hat der Pontifex seinen für Anfang Juli geplanten Besuch wegen anhaltender gesundheitlicher Probleme auf einen bislang unbestimmten Zeitpunkt verschoben.

In seiner Ansprache nach dem Angelusgebet auf dem Petersplatz erinnerte der Heilige Vater auch an den Welttag gegen Kinderarbeit und ermahnte die Gläubigen, das Leid in der Ukraine nicht zu vergessen.

"Wir wollen optimistisch sein"

Am heutigen Dreifaltigkeitssonntag hatte sich Papst Franziskus mittags vor dem Angelusgebet um 12:00 Uhr auf dem Petersplatz mit einer kurzen Katechese an die Gläubigen gewandt und über das Geheimnis der Dreifaltigkeit gesprochen. 

Nach dem gemeinsamen Gebet sprach der Heilige Vater über die Absage seiner geplanten Afrika-Reise. "Ich wende mich an die Bevölkerung und die Behörden des Kongo und des Südsudan", so Franziskus. "Mit großem Bedauern, wegen der Probleme an meinem Knie, habe ich den Besuch in euren Ländern verschieben müssen, der für Anfang Juli geplant war."

Der Papst sagte wörtlich:

"Es tut mir wirklich sehr, sehr Leid, dass ich diese Reise verschieben musste, die mir sehr am Herzen liegt. Ich bitte euch um Entschuldigung. Beten wir gemeinsam, dass ich mit der Hilfe Gottes und der Hilfe der Ärzte sobald wie möglich zu euch reisen kann. Wir wollen optimistisch sein!"

Vor zwei Tagen hatte der Vatikan die Absage bekanntgegeben. "Auf Bitten seiner Ärzte und um die Ergebnisse der Therapie, der er sich wegen seines Knies unterzieht, nicht zu gefährden, ist der Heilige Vater gezwungen, seine Apostolische Reise in die Demokratische Republik Kongo und in den Südsudan mit Bedauern zu verschieben", sagte Vatikansprecher Matteo Bruni am 10. Juni.

Die Reise, die für den 2. bis 7. Juli geplant und offiziell vorgestellt worden war, wird "auf ein späteres, noch zu bestimmendes Datum verschoben", hieß es in der Erklärung. Franziskus leidet nach Angaben des Vatikans an einer schmerzhaften Bänderentzündung im Knie, die seine Gehfähigkeit einschränke. Seit letztem Monat ist er bei öffentlichen Auftritten auf einen Rollstuhl angewiesen.

"Vergesst die Ukraine nicht"

Der Pontifex erinnerte heute auch an den Welttag gegen Kinderarbeit. "Setzen wir uns alle dafür ein, dass diese Geißel ausgerottet wird und kein Kind seiner Grundrechte beraubt wird", lautete sein Appell. Kinder, die für Arbeit ausgenutzt werden, seien eine "dramatische Realität, die uns alle auf den Plan ruft".

Weiter rief der Papst dazu auf, die Menschen in der Ukraine nicht zu vergessen, die unter dem Krieg leiden. Franziskus appellierte:

"Dass so viel Zeit vergeht, möge uns unsere Gedanken, unsere Herzen nicht kalt werden lassen. Bitte, gewöhnen wir uns nicht an diese tragische Realität, sondern tragen wir sie immer im Herzen und beten und kämpfen wir für den Frieden!" 

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