Terror-Verdacht: Verhafteter Islamist soll Anschlag auf Karwoche in Sevilla geplant haben

Karwoche in Sevilla: Cofradía del miércoles santo
Foto: Sevilla Convention Bureau / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Facebook Twitter Google+ Pinterest Addthis

Behörden aus Spanien und Marokko haben einen 23-jährigen Mann im marokkanischen Rabat verhaftet, der im Verdacht steht, Bombenanschläge während der Feierlichkeiten zur Karwoche in der spanischen Stadt Sevilla geplant zu haben.

Das berichtet ACI Prensa, die spanischsprachige Schwester-Agentur von CNA Deutsch.

Nach Angaben der spanischen Bundespolizei, des spanischen National Intelligence Center und des marokkanischen Geheimdienstes plante der 23-jährige Zouhair B. bei Umzügen in Sevilla mehrere Sprengsätze zu zünden.

Zouhair B. hatte seinen Wohnsitz in der Stadt. Die Polizei durchsuchte seine Wohnung in Sevilla am 17. April.

Die Verhaftung erfolgte, nachdem die spanischen Behörden den Marokkanern mitgeteilt hatten, dass der Islamist nach Marokko gereist sei, angeblich in Vorbereitung auf den Angriff, so die spanische Zeitung "El Confidencial".

Der Islamische Staat hatte in einer Videoübertragung auf Propagandakanälen zu Angriffen während der Karwoche in Spanien aufgerufen. Das Video ermutigte IS-Anhänger und Unterstützer, als "Dschihadisten" im Namen des "Heiligen Krieges" Terroranschläge zu begehen. Die Islamisten zeigen Bilder von Prozessionen auf den Straßen von Valencia und Malaga sowie Szenen, in denen Fußgänger von Fahrzeugen niedergemäht werden – ein Vorgehen, dass Islamisten auch in Berlin und anderen Städten verübt haben.

Der spanische Innenminister hatte Anfang letzter Woche wegen der Feierlichkeiten zur Karwoche und der bevorstehenden Wahlen die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Die Prozessionen der Karwoche in Sevilla sind weithin für ihre Schönheit bekannt und ziehen jährlich Touristenströme an.

Das könnte Sie auch interessieren:  

;