Thüringen: Bischöfe begrüßen Wahl von Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten

Der Thüringer Landtag
Foto: Bo Rae / Wikimedia (CC BY-SA 3.0.de)

In einer gemeinsamen Erklärung haben die drei katholischen Bischöfe des Bundeslandes Thüringen die Wahl von Bodo Ramelow (Die Linke) zum neuen Ministerpräsidenten begrüßt. Das Schreiben wurde von Bischof Ulrich Neymeyr (Bistum Erfurt), Bischof Heinrich Timmerevers (Bistum Dresden-Meißen) und Bischof Michael Gerber (Bistum Fulda) unterzeichnet.

In der gemeinsamen Erklärung schreiben sie:

Nach den Wirren und Aufregungen der letzten Wochen können der Freistaat Thüringen und seine Bürgerinnen und Bürger aufatmen. Der Thüringer Landtag hat gewählt, und Thüringen hat in Bodo Ramelow wieder einen Ministerpräsidenten. Es ist nur zu begrüßen, dass jetzt eine Regierung gebildet wird und das Kabinett seine Arbeit aufnimmt. Endlich können wieder im politischen Ringen Sachfragen im Mittelpunkt stehen. Normalität und Stabilität sollen fortan den politischen Alltag bestimmen.  Allerdings ist viel Vertrauen in Parteien und die Demokratie verlorengegangen. Dieses muss wieder hergestellt werden. Das ist jetzt eine der dringendsten Aufgaben in Thüringen.

Am Mittwochnachmittag wurde Bodo Ramelow als Ministerpräsident von Thüringen vereidigt. Der Linken-Politiker erreichte im Erfurter Landtag im dritten Wahlgang die einfache Mehrheit der Stimmen. 

Möglich wurde die Wiederwahl Ramelows nur, weil der designierte Thomas Kemmerich (FDP) zurückgetreten war, nachdem er vor vier Wochen mithilfe der CDU und AfD die Wahl gewonnen hatte. Dies hatte den Thüringer Landtag in eine Regierungskrise gestürzt. Die FDP hatte im Vorfeld der heutigen Wahl angekündigt sich zu enthalten.

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