"Auf der argumentativen Ebene hat Bätzing nichts zu erwidern": Youcat-Initiator Meuser

Bernhard Meuser
Foto: Paul Badde / EWTN.TV

Der katholische Publizist und Youcat-Initiator Bernhard Meuser hat angesichts der jüngsten Antwort des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing von Limburg, auf Kritik am "Synodalen Weg" konstatiert: "Auf der argumentativen Ebene hat Bätzing nichts zu erwidern."

"War die erste Antwort von Bätzing schon frostig, so ist das neue Schreiben eine Offenbarung der wahren Verhältnisse", schrieb Meuser am Freitag für die Initiative "Neuer Anfang".

Bischof Georg Bätzing "reitet wieder auf der Komplexität und den 'mehrdimensionale(n) systemische(n) Faktoren' herum, derentwegen man alles Mögliche diskutieren müsse, was sich offenbar dem 'erschreckend einlinig(en)' Begriffsvermögen seines amerikanischen Mitbruders entzieht."

"Sammlung evidenter Falschlehren"

In seiner Antwort auf den ersten offenen Brief von Aquila und Dutzenden anderen Kardinälen und Bischöfen aus aller Welt hatte Bätzing bemängelt, es seien zwar "Behauptungen in den Raum gestellt", aber keine "Begründungen" geliefert worden.

Seinem zweiten offenen Brief hatte Aquila daher fünf Seiten mit Zitaten aus Dokumenten des "Synodalen Wegs" beigefügt, "die, so der Erzbischof von Denver, "Anlass zu ernster Besorgnis geben. Dies ist lediglich eine kleine Auswahl dessen, was hätte zitiert werden können."

In seiner zweiten Antwort sagte Bätzing am Donnerstag, er könne "nicht mehr weiter in die schriftliche Diskussion mit Ihnen einsteigen". Weitere offene Briefe wolle er unbeantwortet lassen.

"Auf den eigentlichen Sprengsatz – die Sammlung evidenter Falschlehren – geht Bätzing mit keinem Wort ein", kommentierte Meuser. Stattdessen sei die Antwort "eine Ohrfeige mit Halleluja".

Bringschuld des "Synodalen Wegs"

Für den "Synodalen Weg", so Meuser, gebe es "eine Bringschuld. Wer die Kirche und ihre Grundannahmen so gravierend verändern möchte, wie es schwarz auf weiß unter dem Logo der deutschen Bischofskonferenz zu lesen ist, muss argumentativ liefern. Das ist das Mindeste."

Die Kirche in Deutschland sei "keine Privatsache" der treibenden Kräfte beim "Synodalen Weg". Vielmehr liege die Lehrhoheit der Kirche "in der universalen Verantwortung der Bischöfe 'sub Petro et cum Petro'. Die Bischöfe der Weltkirche haben das unbedingte Recht, den deutschen Provinzialismus zu hinterfragen, evidente Mauscheleien beim Namen zu nennen und Aufklärung zu fordern, bevor die mutmaßliche Kontamination eines Glieds auf die anderen Glieder der Kirche oder gar den gesamten Leib Christi überspringt."

"Bischöfe, die falsche Lehre feststellen, können (ja müssen) ihre Bedenken öffentlich vortragen, wenn Korrespondenz im forum internum unbeantwortet abtropft oder folgenlos bleibt", so Meuser weiter.

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