Kardinalsrat beschäftigt sich mit Kurienreform, Frauen in der Kirche und Klimawandel

Blick auf die Kuppel des Petersdoms
Foto: CNA / Petrik Bohumil

Der von Papst Franziskus im Jahr 2013 eingerichtete Kardinalsrat hat sich in den vergangen Tagen erstmals seit der großangelegten Kurienreform wieder zu einer Sitzung getroffen.

Die Apostolische Konstitution Praedicate Evangelium war am 19. März veröffentlicht worden. Ab 5. Juni werden entsprechend alle Abteilungen des Vatikans in 16 "Dikasterien" zusammengefasst, die auch von Laien geleitet werden können.

Kurienreform

Man habe einen möglichen Maßnahmenkatalog "zur Begleitung der Umsetzung der neuen Gesetzgebung vorgeschlagen", erklärte der Heilige Stuhl am Donnerstag nach dem mehrtägigen Treffen des Kardinalsrats. Hinzu komme eine Bewertung "der bereits unternommenen Schritte und der noch zu bewältigenden Herausforderungen".

Zum Kardinalsrat gehört neben den Kardinäle Bertello (Vatikan), Besungu (Kongo), Gracias (Indien), O’Malley (USA), Maradiaga (Honduras), Marx (Deutschland) und Parolin (Vatikan) noch Bischof Marco Mellino als Sekretär. Parolin, der Kardinalstaatssekretär, konnte an der Sitzung in dieser Woche nicht teilnehmen.

Klimawandel

Mit Blick auf die UN-Klimakonferenz im November und den Klimawandel im Allgemeinen sprach Kardinal Besungu über die Frage: "Können wir als Kirche gemeinsam mit anderen Konfessionen und Religionen diesen Anliegen eine Stimme geben?" Er sei "besonders auf die Anliegen der armen Länder in Asien, Lateinamerika, Afrika und Ozeanien", so der Heilige Stuhl.

Frauen in der Kirche

Man habe außerdem das Studium der Frauenfrage in der Kirche aus pastoraler Sicht fortgeführt. Auf einen Bericht von Schwester Laura Vicuña, einer indigenen Ordensfrau aus Amazonien in Brasilien, sei eine Diskussion gefolgt.

Weitere Themen

Außerdem beschäftigten sich die Kardinäle mit dem Ukraine-Krieg (wobei Papst Franziskus über die vatikanischen Initiativen sprach), den diplomatischen Aufgaben des Heiligen Stuhls sowie den soziopolitischen und kirchlichen Situationen in ihren jeweiligen Herkunftskontinenten.

Für Juni ist ein weiteres Treffen des Kardinalrats geplant.

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