Katholikentag: Bischof Bätzing reicht Chef des Evangelischen Kirchentags die Kommunion

Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, bei der zweiten Synodalversammlung zum "Synodalen Weg" am 30. September 2021 in Frankfurt Main am Main.
Foto: Screenshot Livestream "Synodaler Weg"

Der Pressesprecher der deutschen Bischofskonferenz (DBK), Matthias Kopp, bestätigte am Dienstag gegenüber kath.net, der DBK-Vorsitzende Bischof Georg Bätzing habe dem Präsidenten des nächsten Deutschen Evangelischen Kirchentags beim Katholikentag die Kommunion gereicht.

"Thomas de Maiziere hat vor dem Gottesdienst mit Bischof Dr. Georg Bätzing das Gespräch gesucht, und er habe ihm daraufhin die heilige Kommunion gereicht", heißt es. Der Politiker de Maizière war zwölf Jahre lang in verschiedenen Positionen Teil des Kabinetts von Bundeskanzlerin Angela Merkel: als Chef des Bundeskanzleramts sowie als Innen- und Verteidigungsminister.

Kopp erklärte wörtlich weiter: "Es gibt zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche bislang keine volle Kirchengemeinschaft und daher auch keine generelle Kommuniongemeinschaft. Ein evangelischer Christ/Christin, der sich geprüft hat, den Glauben an die Gegenwart Jesu Christi in der heiligen Eucharistie teilt und zum Tisch des Herrn hinzutritt, kann im Einzelfall die heilige Kommunion empfangen."

Das kirchliche Recht erwähnt "Todesgefahr" oder "eine andere schwere Notlage", die es einem katholischen Kommunionspender erlaubt, "auch den übrigen nicht in der vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehenden Christen, die einen Spender der eigenen Gemeinschaft nicht aufsuchen können und von sich aus darum bitten, sofern sie bezüglich dieser Sakramente den katholischen Glauben bekunden und in rechter Weise disponiert sind", die Eucharistie zu reichen.

Schon beim Eröffnungsgottesdienst des Stuttgarter Bischofs Gebhard Fürst zur Eröffnung des Katholikentags empfing die muslimische Grünen-Politikerin Muhterem Aras  den Leib Christi. Eine Presseanfrage von CNA Deutsch an das Bistum blieb bislang unbeantwortet.

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