Papst Franziskus warnt vor falscher Liebe, zeigt sich besorgt über Jerusalem und Kolumbien

Papst Franziskus beim Regina Coeli, dem Gebet, das in der Osterzeit den Engel des Herrn ablöst.
Foto: CNA/Alexey Gotovskiy

Papst Franziskus hat sich besorgt über "gewaltsame Zusammenstöße" in Kolumbien und in Jerusalem geäußert. In seiner Ansprache zum Gebet des Regina Coeli am heutigen Sonntage betete der Pontifex für den Frieden an beiden Orten und drängte darauf, dass das Heilige Land "ein Ort des Gebets und des Friedens" sein sollte.

Nach dem österlichen Mittagsgebet bat Franziskus seine Zuhörer, für die Opfer des jüngsten Terroranschlags in Afghanistan zu beten.

Bei dem Angiff am 8. Mai vor einer Schule in Kabul wurden nach Angaben der BBC mindestens 50 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt. Viele der Opfer waren junge Mädchen, die diese Schule besuchten.

Papst Franziskus nannte den offenbar islamistisch motivierten Anschlag "eine unmenschliche Tat" und bat die Menschen, für jedes der Opfer und ihre Familien zu beten. "Und möge Gott Afghanistan Frieden schenken", fügte er hinzu.

Papst Franziskus würdigte auch die Seligsprechung des seligen Rosario Livatino am 9. Mai, eines katholischen Richters, der 1990 in Sizilien von der Mafia brutal ermordet wurde, und nannte ihn einen "Märtyrer der Gerechtigkeit und des Glaubens".

"Und wir können die Mütter nicht vergessen", fügte der Papst hinzu, indem er den Muttertag würdigte und einen Gruß an "alle Mütter auf der ganzen Welt" richtete.

"Der Herr will, dass die Freude, die er besitzt ... in uns ist, insofern wir mit ihm verbunden sind", sagte Papst Franziskus.

In seiner Katechese zum heutigen Sonntag sagte der Pontifex, Christen sollten in der Liebe des Herrn bleiben – was vor allem bedeute, "Nein" zu sagen: "Nein" auch zu eigenen Wünschen und Vorstellungen, die letztlich gegen Gott und ein Leben als Christ gerichtet sind. 

"Wie Christus zu lieben bedeutet, nein zu sagen zu anderen 'Lieben', die die Welt uns vorschlägt: Liebe zum Geld, Liebe zum Erfolg, Eitelkeit, Liebe zur Macht", mahnte der Papst. 

"Diese trügerischen Wege entfernen uns von der Liebe des Herrn, lassen uns immer selbstsüchtiger, selbstverliebter und überheblicher werden. Und die Überheblichkeit führt zu einer Entstellung der Liebe, nämlich dazu, andere zu auszunutzen; dem Menschen, den wir lieben, Leid zuzufügen."

"Die Jungfrau Maria helfe uns, in der Liebe Jesu zu bleiben und in der Liebe zu allen Menschen zu wachsen, indem wir Zeugnis ablegen für die Freude des auferstandenen Herrn", betet Franziskus zum Abschluss.

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