Papst Franziskus betet für Familien, betont: Der Geist der Freiheit führt zur Freude

Papst Franziskus predigt in der Kapelle des Domus Sanctae Marthae
Foto: Vatican Media

"Der Geist der Starrheit führt immer zur Unruhe", der Geist der christlichen Freiheit dagegen zur Freude: Das hat Papst Franziskus am heutigen Freitag in seiner Frühmesse gepredigt.

Vor der Eucharistiefeier in der Kapelle seiner Residenz im Vatikan betete Franziskus am 15. Mai, dem "Weltfamilientag", für die Familien.

"Heute ist der Weltfamilientag: Beten wir für die Familien, damit in ihnen der Geist des Herrn wachse, der Geist der Liebe, des Respekts und der Freiheit", so der Papst wörtlich.

In seiner Predigt, einer Auslegung der Apostelgeschichte (Apg 15, 22-31) plädierte der Pontifex dafür, im Christentum zwischen "Starrheit" und "Freiheit" zu unterscheiden.

"Es gab Christen, die an Jesus Christus glaubten und die Taufe empfangen hatten, aber vom Heidentum zum Christentum kamen. Nun gab es Gläubige, die behaupteten, dass dies nicht möglich sei: wenn man zuvor heidnisch gewesen sei, müsse man erst Jude und dann Christ werden".

Egal ob damals oder heute: Wer so argumentiert, der laufe Gefahr, Gottes Gesetz zu einer Ideologie zu reduzieren, erklärte Franziskus. Wer aber aiuf diese Weise dem Heiligen Geist die Freiheit wegnehme, so der Papst weiter, der kenne nur den Weg der Starrheit statt der Freude des Evangeliums.

"Rigidität ist kein Merkmal des guten Geistes, denn sie stellt die Unentgeltlichkeit der Erlösung, der Auferstehung Christi in Frage".

So wie in der Apostelgeschichte die frühen Christen beruhigt wurden, statt weitere Vorschriften zu bekommen, oder sich gar als "Christen zweiter Klasse" zu fühlen: So gehe es auch heute darum, in Freundschaft mit Gott zu leben, wie es den Christen gegeben ist – eine klare Anspielung auf seine Katechese in der Generalaudienz diese Woche.

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