Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster hat heute bekannt gegeben, dass am 13. Juni die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung des Historischen Seminars der WWU zum sexuellen Missbrauch im Bistum Münster veröffentlichen werden. Hierzu erklärt der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn in einem Schreiben an Haupt- und Ehrenamtliche im Bistum Münster: „Ich bin den Wissenschaftlern der WWU Münster dankbar, dass sie sich der schwierigen Aufgabe der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und Ordensangehörige im Bistum Münster gestellt haben. Ich habe großen Respekt vor allen Betroffenen, die bereit waren, den Wissenschaftlern von ihren jeweiligen, persönlichen Leidesgeschichten zu berichten. Mir war es wichtig, die Verbrechen sexuellen Missbrauchs im Bistum Münster in völliger Unabhängigkeit durch die Wissenschaftler aufarbeiten zu lassen. Das bin ich als Verantwortungsträger in der katholischen Kirche insbesondere den Betroffenen schuldig. So hatten die Forscher den direkten und uneingeschränkten Zugang zu allen Akten, die sie untersuchen wollten. Auch die Entscheidung, wann und wie die Ergebnisse der Aufarbeitung veröffentlicht werden, lag und liegt einzig und allein in der Verantwortung des Forscherteams. Weder ich noch ein anderer Vertreter des Bistums werden vor der Veröffentlichung Einblick in die Ergebnisse der Studie der WWU Münster erhalten. Ich werde die Ergebnisse der Forschungsarbeit mit der Öffentlichkeit am 13. Juni erfahren. Im Anschluss werde ich die Studie gründlich lesen. Danach werde ich mich zu den Erkenntnissen aus der Studie äußern. Nach derzeitigem Stand werde ich das am 17. Juni tun.“
Bischof Peter Kohlgraf von Mainz fordert von Papst Franziskus eine schnelle Entscheidung über das Rücktrittsangebot des Kölner Erzbischofs.
Der Strafgerichtshof in der Stadt Desamparados in Costa Rica hat den ehemaligen Priester Mauricio Víquez Lizano wegen sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung eines 11-jährigen Jungen im Jahr 2003 zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt.
Papst Franziskus traf sich am Montag mit Vertretern der indigenen Völker der Métis und Inuit und den kanadischen katholischen Bischöfen zu zwei einstündigen Gesprächen im Vatikan.
Im Münchner Gutachten sexueller Gewalt und Vertuschung fällt sein Name 630 Mal: Das Verhalten von Domdekan und Offizial Lorenz Wolf (66) in seiner Rolle als Vorsteher des Kirchengerichts wird von den Juristen der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl äusserst kritisch bewertet.
Der Vatikan hat am Samstag ein lang erwartetes Dokument zur Umsetzung der von Papst Franziskus beschlossenen Reform der Organisation und Struktur der römischen Kurie veröffentlicht.
Mit Blick auf die 506 Fälle sexueller Gewalt und Missbrauchs durch katholische Kleriker und Mitarbeiter, die der spanischen Bischofskonferenz bekannt sind, hat Bischof Luis Argüello erklärt, es müsse "die Wahrheit ans Licht kommen", damit die Opfer entschädigt werden – und die Tausenden, die in der Kirche dienen, nicht ungerechterweise unter "ständigem Verdacht" leben.
Einer der ehemaligen Seminaristen, die von Gustavo Zanchetta, dem emeritierten argentinischen Bischof von Orán, sexuell missbraucht wurden, sagt, der mächtige Prälat habe die ihm unterstellten jungen Männer mit Kleidung, Computern und anderen Geschenken gefügig gemacht, dunkelhäutige Seminaristen diskriminiert und "damit geprahlt, mit Papst Franziskus befreundet zu sein".
"Jetzt hilft nur noch Beten": Das denken sich vielleicht auch manche Christen momentan angesichts der beispiellosen Krise, in der sich unsere Kirche derzeit befindet: Das hat Bischof Bertram Meier von Augsburg am Samstag gesagt.
Papst Franziskus und der Vatikan schweigen bislang über die mehrjährige Haftstrafe gegen Bischof Gustavo Zanchetta wegen des sexuellen Missbrauchs junger Männer.
Der Unabhängige Betroffenenbeirat der Erzdiözese München und Freising hat Kardinal Reinhard Marx aufgefordert, fünf konkrete Schritte im Umgang mit sexueller Gewalt durch Kleriker und andere Mitarbeiter der Kirche zu unternehmen.
Um den Missbrauchsbetroffenen in der katholischen Kirche besonders zu gedenken, kündigte er drei Kreuzwege in der Fastenzeit an.
Das Bistum Trier hat einen des Missbrauchs beschuldigten Priester vom Dienst suspendiert und die Staatsanwaltschaft informiert. Das teilte die Diözese am Samstag laut Medienberichten mit.
Zwölf Jahre Haft für den Geistlichen und Missbrauchstäter "Priester Ue.": Zum heute gefällten Urteil des Landgerichts Köln gegen den 70-jährigen, dem 188 Fälle von sexueller Gewalt an neun Mädchen zur Last gelegt worden waren, äußerte sich heute der Delegat des Apostolischen Administrators, Dr. Markus Hofmann
Anlässlich des Beginns einer unabhängigen Untersuchung der Fälle von sexuellem Missbrauch durch Geistliche in Spanien hat der Vorsitzende der spanischen Bischofskonferenz betont, dass die Kirche die umfassende Prüfung als einen Schritt in Richtung Transparenz und Wiedergutmachung für die Opfer betrachte.
Der nach langer Auszeit in sein Amt zurückgekehrte Bischof von Speyer hat in einem Interview zugegeben, Fehler im Umgang mit sexueller Gewalt in seinem Bistum begangen zu haben.
Der Präsident der päpstlichen Kinderschutzkommission, Kardinal Séan Patrick O'Malley (Erzbistum Boston / USA), hat sich zum gestern veröffentlichten Brief des emeritierten Papstes Benedikt XVI. geäußert. Benedikt habe darin zum Ausdruck gebracht, "dass der sexuelle Missbrauch in der Kirche nicht wiedergutzumachenden Schaden angerichtet hat und dass er selbst nicht alles getan hat, um solchen Schaden zu verhindern", so O'Malley.
"Die Reduzierung des Gutachtens auf Papst Benedikt wird diesen Anliegen nicht nur nicht gerecht, sie schadet und verhöhnt die Opfer", warnt die Initative.
Robert McWilliams, ein vor kurzem laisierter ehemaliger Priester, starb am Freitag, 4. Februar, in seiner Gefängniszelle im Bundesgefängnis in Allenwood, Pennsylvania. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um einen Selbstmord handelte.
Papst Franziskus wird Ende März eine Delegation aus Kanada treffen. Das kündigten die kanadische Bischofskonferenz sowie die führenden Verbände kanadischer Ureinwohner in einer gemeinsamen Erklärung an.